
Imbolc
Am 1. Februar 2026
Imbolc
Imbolc ist ein frühjährliches Fest mit klaren **keltischen Wurzeln**, während es in der **germanischen Welt** kein direkt gleichnamiges Fest gab, sondern eher **funktionale Entsprechungen** mit ähnlicher Symbolik. Ich trenne das sauber, da hier oft modern vermischt wird.
Ursprung und Bedeutung
Imbolc (altirisch *Imbolc* oder *Oímelc*) wurde um den 1. Februar gefeiert und markierte den Übergang vom Winter zum Frühling. Es war kein astronomischer Fixpunkt, sondern ein agrarisch-ritueller Zeitpunkt.
Der Name wird meist hergeleitet von "i mbolg" – "im Bauch" (Hinweis auf trächtige Tiere) oder "oí-melc" – "Muttermilch" (Beginn des Milchgebens der Schafe) Beides verweist auf Fruchtbarkeit, Erneuerung und das Wiedererwachen des Lebens.
Die Göttin Brigid
Imbolc war eng mit Brigid (Bríg) verbunden, Göttin von Feuer, Heilung, Dichtung und Schmiedekunst; Schutzgöttin von Haus, Vieh und Inspiration. Brigid verkörpert die lebensspendende, ordnende Kraft zwischen Chaos (Winter) und Wachstum (Frühling).
Rituale und Bräuche
Überliefert (archäologisch, literarisch und volkskundlich rekonstruierbar) sind u. a.:
Feuer- und Lichtsymbolik
Kerzen, Herdfeuer, Fackeln – als Zeichen der zurückkehrenden Sonne.
Reinigungsrituale
Häuser wurden gereinigt, alte Asche entfernt, Werkzeuge gesegnet.
Brigid-Kreuze
Aus Binsen oder Stroh geflochten; Schutzsymbol für Haus und Stall.
Brigid-Puppen (Brídeóg)
Symbolische Einladung der Göttin ins Haus, oft mit Gesängen verbunden.
Wasser als Heilmittel
Quellen galten als besonders wirksam; Waschungen und Segnungen waren üblich.
Mit der Christianisierung ging Imbolc weitgehend in das Fest der heiligen Brigida von Kildare über – ein klassischer Fall religiöser Kontinuität.
Entsprechungen in der germanischen Kultur
Kein "Imbolc" im engeren Sinn
In der vorchristlich-germanischen Religion gibt es keinen belegten Festnamen, der direkt Imbolc entspricht. Dennoch existierten zeitlich und funktional vergleichbare Riten.
Zeitlicher Rahmen
Spätwinter / Frühfrühling (Januar–Februar)
Übergang von Notzeit zu neuer Ordnung
Vorbereitung auf das landwirtschaftliche Jahr
Zentrale Motive
Fruchtbarkeit
Schutz der Sippe
Ahnenverehrung
Weibliche Schutzmächte

71696 Möglingen bei Stuttgart - Ludwigsburg
Mühlwiesenstraße 10 (CVJM)
Das Programm:
• Es wird Imbolc / Maria Lichtmess kurz erklärt;• Gestaltung einer Kerze mit bunten Wachsplatten, um sie
als Familien- oder Persönlichejahreskerze zu Hause aufzustellen
• Gemeinsame Reigen und Spiele
Kinder bis 14 Jahren: kostenfrei
Wir freuen uns auf gemeinsames Feiern!
Wir bitten um kurze Anmeldung:
https://t.me/Katja_Katharina5

Relevante germanische Feste und Praktiken
Dísablót
Opferfest für die Dísir (weibliche Schutz- und Ahnengestalten)
Stark mit Fruchtbarkeit, Geburt und Sippenglück verbunden
Belegt v. a. in Skandinavien
Winteraustreibungsrituale
Maskenumzüge, Lärm, Feuer
Symbolische Vertreibung von Krankheit und Tod
Später christianisiert zu Fastnacht / Karneval
Herd- und Hauskult
Verehrung der Hausgeister (z. B. Disen, später Nissen/Kobolde)
Schutzrituale für Stall, Vieh und Vorräte
Das Herdfeuer hatte zentrale kultische Bedeutung
Göttinnenparallelen
Es gibt keine exakte Entsprechung zu Brigid, aber funktionale Parallelen:
Frigg – Schutz von Haus, Geburt, Ordnung
Freyja – Fruchtbarkeit, Leben, weibliche Macht
Lokale Matronenkulte (archäologisch belegt im römisch-germanischen Raum)
Moderne Rekonstruktionen und Neopaganismus
In heutigen heidnischen oder neopaganen Traditionen werden keltische und germanische Elemente oft synkretisch vermischt. Historisch ist das nicht sauber, symbolisch aber nachvollziehbar, da beide Kulturräume ähnliche jahreszeitliche Übergänge rituell markierten.
KurzfazitImbolc ist ein keltisches Schwellenfest des Lichts, der Reinigung und der kommenden Fruchtbarkeit, personifiziert durch Brigid.
Die germanische Welt kannte keinen gleichnamigen Feiertag, wohl aber vergleichbare Rituale, die denselben existenziellen Übergang zwischen Winter und neuem Leben markierten.